25 Jahre Waldeslust

(Schlüsselübergabe Feb. 1992 / Eröffnet 02.02.1993)

 



Ursprünglich existiert das Anwesen der Gaststätte "Die Waldeslust"

bereits seit mindestens 1920 unter dem Namen "Paulaner Bierstuben".

Familie Priller (von der Metzgerei Priller) waren, unter Anderen, damals recht erfolgreich die Pächter,

wie man auf dem Bild (unten) sehen kann.

Schon damals konnte man das berühmte Münchener Paulaner Bier genießen.

Ende 1935 wurde das alte Haus

abgerissen und durch das heutige Gebäude ersetzt.

Später hieß die am dichten Wald gelegene Gaststätte dann

"Sedelmeyr´s Waldwirtschaft".

Sie wurde von der gleichnamigen Familie Sedelmeyr, die schon seit 1920 die Eigentümer waren, erneuert und über

Jahrzehnte erfolgreich, später auch in eigener Regie, geführt. Das Gasthaus entwickelte sich in den

Jahren zu einem beliebten Münchner Ausflugsziel im Hachinger Tal.

Man genoß die Sommerfrische und die gute Waldluft im Perlacher Forst.

Anschließend kehrte man auf eine Brotzeit und ein kühles Paulaner-Bier im Biergarten oder in den Gaststuben ein.

Während der Kriegsjahre diente der Bierkeller mit seinen dicken

Wänden sogar zeitweise als Luftschutzbunker für die umliegenden

Nachbarn, da das Haus im näheren Umkreis das einzige Anwesen war, welches über einen massiven Keller verfügte.

Die Zeiten waren hart und mit viel Glück und sicher auch dem einen oder anderen Beruhigungsschluck Bier während der

Luftangriffe kam das Gasthaus ohne nennenswerte Blessuren über die Kriegsjahre.



Der "alte Sedelmeyr", ein bekannter Pflastermeister,

wurde in der Nachkriegszeit dann sogar von den Amerikanern als Unterhachinger Bürgermeister berufen.

Dies verhalf der Gaststätte zusätzlich zu großem

Erfolg, denn die in der Nähe stationierten amerikanischen Soldaten,

feierten gerne ausgelassen ihre legendären Partys.

Auch die Hachinger kamen mit Vorliebe.

Sie feierten gerne hier ihre Hochzeiten und Familienfeste, trafen sich zum Hachinger Waldschützenstammtisch,

denn der Waldschützenverein hatte damals noch seinen Vereinsschießstand

hinter der heutigen Waldeslust, in dem heute unser  griabiger Walu-Stadel  untergebracht ist,

oder sie ließen sich ihr geliebtes Bier für zu Hause in Flaschen

abfüllen.Noch heute kann man im Biergarten-Eingangsbereich ein bisschen

Nostalgie schnuppern,

denn bei Renovierungsarbeiten wurde durch Zufall unter einer dicken Schicht

Asphalt ein wunderschönes Pflastermosaik freigelegt. Dies lies höchstwahrscheinlich

der "alte Sedelmeyr" damals als exklusives Entreé für seine geliebten Gäste

anlegen.



Nach sehr erfolgreichen Jahren kamen dann eher ruhigere Zeiten.

Die Nachkommen wollten den Betrieb nicht übernehem und verkauften an  die Paulaner Brauerei.

Als neue Pächterin wurde ein wohlbekannte Dame

namens „ Gertrud Schatz“ verpflichtet, die den Betrieb lange Zeit führte,  bis es ihr im hohen Alter zuviel wurde und

so kam es, dass die Gaststätte in einen Dornröschenschlaf verfiel.



Erst Anfang 1992 als wir, die Müller´s, das Anwesen als Pächter übernahmen und

zusammen mit der Paulaner Brauerei aufwändig renovierten, wurde die

Gaststätte unter dem neuen Namen "Die Waldeslust - Alte Waldwirtschaft" wieder zum Leben erweckt und

wieder zu einem beliebten Treff für Alt und Jung.

Bis heute kann man in dem nostalgisch–modernen Restaurant, im romantischen

Kerzenschein-Biergarten oder an der langen, exquisiten Bar sehr gut speisen, feine Cocktails genießen oder auch mal

ausgelassen feiern.




Wir freuen uns auf Euch

Hier noch eine kleine Geschichte aus dem Buch:

Erinnerungen an die Unterhachinger-Siedler von Werner Reindl